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Bericht aus der Chiemgau-Zeitung vom 11.12.2008
Es bleibt bei 500000 Euro
Die Gemeinde Rimsting legt nichts mehr drauf: Nach wie vor stellt sie dem Turn- und Sportverein sowie dem Tennisclub in Aussicht, einen Neubau des Sportheims in Westernach mit 500000 Euro zu bezuschussen. Noch tiefer wird sie jedoch, so der Tenor am Dienstag im Gemeinderat, auf keinen Fall in die Tasche greifen.
Jetzt sind die beiden Vereine am Zug. Sie müssen sich entscheiden, ob sie einen Neubau erstellen oder ob sie - was billiger ist - das bestehende Gebäude «nur» sanieren wollen. Im Turn- und Sportverein (TSV) geht die Tendenz zum Neubau. So hat er jetzt auch eine Bauanfrage im Rathaus eingereicht. Der Tennisclub will sich am morgigen Freitag um 19.30 Uhr im Gemeindesaal in Rimsting in einer außerodentlichen Mitgliederversammlung festlegen.
Gerade in den Reihen der Tennisspieler geht die Sorge um, dass sie ihren Anteil an den Kosten für einen Neubau womöglich nicht stemmen können. So hat sich der Bauausschuss des Vereins zuletzt ausgiebig mit dem Vorhaben befasst. In einem Schreiben an die Gemeinde hat er seine Bedenken mitgeteilt. Ein neues Sportheim kostet nach Angaben des Architekten - so die Rechnung, die der Rimstinger Tennisclub (RTC) aufmacht - 910000 Euro. Und damit entfalle auf den RTC, entsprechend seinen Anteilen an den Räumen, ein Anteil in Höhe von 138000 Euro.
Der RTC sei in der Lage, so betonte der Bauausschuss in seinem Schreiben, «maximal einen Betrag von 60000 Euro» für einen Neubau aufzuwenden. Der Verein könne 50000 Euro über ein Darlehen auf- und 10000 Euro an Eigenleistungen einbringen. Im Namen des RTC bat der Bauausschuss die Kommune, zu prüfen, ob sie die «offensichtliche Finanzierungslücke in Höhe von 78000 Euro» schließen könne.
Den Zuschuss noch einmal aufzustocken hat der Gemeinderat jedoch abgelehnt. Eine Erhöhung der 500000 Euro, so der einstimmige Beschluss am Dienstagabend, sei «nicht möglich». Bürgermeister Josef Mayer: «Wir müssen mit dem Geld auskommen, das wir haben.»
Als Alternative zu einer Sanierung beginnt sich ein Neubau des Sportheims vorerst nur in groben Umrissen abzuzeichnen. Eine erste Planung, die den Baukörper in der Hauptsache in seiner Größe beschreibt, hat jetzt der TSV im Rathaus vorgelegt. Diese Bauanfrage wird vom Tennisclub nicht mitgetragen, weil der Verein jetzt erst einmal die Mitgliederversammlung abhalten will.
Der TSV beantragt ein neues Gebäude, das in seiner Größe in etwa dem alten entspricht. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Bau - wobei, wie Bürgermeister Mayer erläuterte, der erste Stock «kein volles Geschoss» sei. Die Planung sei insgesamt, so der Rathauschef weiter, «großzügig» - mit der Möglichkeit, dass man sie, wenn zum Beispiel das Geld nicht reicht, «abspecken kann». Die endgültige Größe sei erst im Bauantrag festzulegen.
Wenn sich der TSV und der RTC zu einem Neubau durchringen, dann können sie mit einer Unterstützung aus dem Rathaus rechnen. Zum einen beteiligt sich die Gemeinde mit einer halben Million an den Kosten, zum anderen hat sie jetzt auch ganz konkret in Aussicht gestellt, ihre Zustimmung zu dem Vorhaben zu geben, wenn ein Bauantrag kommt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Anfrage des TSV an das Landratsamt weiterzuleiten - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich der Tennisclub am Freitag für einen Neubau ausspricht. Denn eins machte der Bürgermeister klar: Wenn der RTC nicht mit ins Boot steige, dann könne man die Pläne für einen Neubau zu den Akten legen, «dann «geht's sowieso nicht». pü
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