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Bericht aus der Chiemgau-Zeitung vom 26.06.2008:
500000 Euro für neues Sportheim
Eine halbe Million Euro will die Gemeinde für den Neubau des Sportheims in Westernach bereit stellen (wir berichteten bereits kurz). Mit einer Voranfrage soll jetzt zunächst ausgelotet werden, welche Möglichkeiten es für das Vorhaben im Landschaftsschutzgebiet gibt.
In der jüngsten Sitzung stellte Diplom-Ingenieur Anton Michael in Zusammenarbeit mit den Fußballern des TSV dem Gemeinderat einige Ideen zur Gestaltung vor, damit sich die Kommunalpolitiker ein Meinungsbild machen können.
Die Sanierung des jetzigen Sportheims in Westernach, die monatelang als Alternative zum Neubau im Gespräch und inklusive Anbauten auf 400000 Euro veranschlagt war, dürfte jetzt endgültig vom Tisch sein.
Planer Michael stellte klar heraus, dass die benötigten Räume auf einer Ebene nicht darstellbar sein werden. Deshalb seien Planungsvarianten mit zwei Geschossen verwirklicht worden. Die Skizzen, die er vorlegte, sollten lediglich als Diskussionsgrundlage dienen.
Die Variante A sieht ein voll unterkellertes Erdgeschoss vor, was im Hinblick auf die Belange des Naturschutzes die günstigste Lösung wäre. Ein Problem bei dieser von Michael auf 800000 Euro taxierten Alternative könnte dem Planer zufolge die Belüftung der Duschen im Untergeschoss sein, was aber mit entsprechenden technischen Einrichtungen lösbar wäre.
Variante B sieht ein Erd- und ein komplettes Obergeschoss mit Versammlungsraum vor. Der Knackpunkt hier ist für den Planer die Verträglichkeit der Gesamthöhe des Baus. Außerdem müsste ein Aufzug eingebaut werden, um das Sportheim barrierefrei zu gestalten.
Variante C ist ein Erdgeschoss mit ausgebautem Dachgeschoss. Diese Alternative wäre Michael zufolge niedriger und würde etwa 910000 Euro kosten. Der Gemeinschaftsraum läge dann im Erdgeschoss, Duschen und Umkleidekabinen allerdings im Dachgeschoss.
Eine zweigeschossige Variante würde nach Meinung des Planers allen Ideen und Ansprüchen der Vereine gerecht und wäre so gesehen die Wunschvorstellung. Michael empfahl dem Gemeinderat, über eine Bauvoranfrage das tatsächlich mögliche Baurecht abzuklären und damit Planungssicherheit zu erlangen.
Bürgermeister Josef Mayer erachtete diese frühzeitige Beteiligung des Landratsamtes am Verfahren als sehr vernünftig.
Aus den Reihen des Gemeinderates wurde kritisiert, dass aus der Präsentation nicht erkennbar sei, welche Variante von den Sportlern bevorzugt werde.
Der Bürgermeister sah eine zweigeschossige Lösung als unvermeidbar an, um das erforderliche Raumprogramm verwirklichen zu können.
Zum Thema Finanzierung befragt, erklärte der Kassier des TSV, Alexander Balmacz, dass der Verein insgesamt rund 260000 Euro aufbringen könne. Für den Tennisklub sagte Sportwartin Christine Michael, dass die amtierende Vorstandschaft das Projekt nicht mehr mittragen könne. Sie verwies auf die Neuwahlen im Herbst.
Auf Nachfrage aus dem Gremium wurde als maximal finanzierbarer Betrag eine Summe von 50 000 Euro genannt. Der Verein sei dann aber für sämtliche weitere Ausgaben blockiert.
Der Gemeinderat drängte darauf, bezüglich der Finanzierung zu einer Entscheidung zu kommen. Bei Bedarf sollte ein Kredit aufgenommen werden.
Schließlich wurde einstimmig die Absicht bekundet, für den Neubau eines Sportheimes - als Bauherr sollen die Vereine auftreten - einen Betrag von 500000 Euro bereit zu stellen. th
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