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OVB-Online: Aus dem Rimstinger Gemeinderad zum Thema "Turnhalle" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: OVB-Online, Hans Thümmler   
Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 11:31 Uhr

Bericht aus der Chiemgau-Zeitung vom 10.02.2010:

Gemeinderat in Rimsting will kein Geld mehr ausgeben - Energie geht verloren

Kein Gutachten für alte Turnhalle

Rimsting - Die Turnhalle der Gemeinde ist nicht mehr sanierungsfähig. Aufgrund des baulich schlechten Zustandes hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung jegliche Investitionen in das bestehende Gebäude als wenig sinnvoll angesehen. Das Gremium befasste sich wieder einmal mit dem Thema, weil der Rechnungsprüfungsausschuss vorgeschlagen hatte, nochmals eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen.

Bürgermeister Sepp Mayer erinnerte, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember vorigen Jahres beschlossen habe, beim Landratsamt Rosenheim ein Energiegutachten für die Turnhalle zum Preis von 600 Euro in Auftrag zu geben. Die Gemeinde habe aber bis jetzt einen Auftrag deswegen nicht erteilt, weil das Landratsamt nicht selbst eine Beratung durchführe, sondern ein Büro für die Überprüfung geannt habe. So würde allein die Überprüfung der Heizung rund 650 Euro kosten, eine Untersuchung der Gebäudehülle und der Bausubstanz extra.

Der Bürgermeister erinnerte auch daran, dass die Heizung bereits nach dem Rechnungsprüfungsbericht 2008 überprüft worden sei. Auch damals sei der hohe Energieverbrauch bemängelt worden. Die Gemeinde habe darauf hin für die Turnhallenlüftung die Heizungssteuerung verbessert.

Mayer erklärte, dass ein nochmaliges Gutachten nur für die Heizungsanlage eine Wiederholung des bereits Geschehenen wäre. Der Rathauschef wies auch auf das bereits 1999 von Ingenieur Knut Stolte erstellte Bestandsgutachten für die Turnhalle hin. So habe sich bereits 1999 die Bausubstanz in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befunden, der in den letzten zehn Jahren noch schlechter geworden sei.

Der Bürgermeister empfahl, keine weiteren Ausgaben für Untersuchungen zu tätigen.

Der Gemeinderat diskutierte ausführlich die Möglichkeiten einer Verbesserung der Heizungsanlage. Neben dem Energieeinsparpotenzial ging es dem Gremium besonders auch darum, die Situation für die Benutzer der Turnhalle zu verbessern.

Die Sportler beklagen sich dem Vernehmen nach vor allem darüber, dass die Heizlüfter sehr laut seien und von verschiedenen Benutzergruppen deshalb wieder ausgeschaltet werden. Die nächste Gruppe finde dann eine kalte Halle vor. Besonders bei der Damengymnastik und beim Turnen der Kleinkinder habe dies zu Problemen und Beschwerden geführt, so der Bürgermeister.

Der Rathauschef erinnerte daran, dass der Gemeinderat in seiner letztjährigen Sondersitzung bereits die Weichen für die Zukunft in Richtung Neubau gestellt und somit weitere Investitionen in die bestehende Halle als nicht sinnvoll betrachtet habe.

Einstimmig waren Bürgermeister und Gremium am Ende der Debatte der Meinung, dass eine kurzfristige Lösung oder Übergangslösung nicht absehbar und ein Energiegutachten nicht in Auftrag zu geben sei. Bezüglich der richtigen Temperatur in der Halle müssen sich die Gruppen, so der Tenor im Gremium, selbst kümmern. th